Was manuelle Therapie ist
Manuelle Therapie ist eine Zusatzqualifikation für Physiotherapeuten. Die Fortbildung dauert zwei Jahre und endet mit einer Prüfung. Erst dann darf ein Physiotherapeut den Titel Manualtherapeut tragen.
Mit Bewegungstests und gezielten Griffen untersuchen wir jedes Gelenk mit seinen Muskeln, der Kapsel, den Bändern und den dazugehörigen Nerven und Gefäßen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Sie haben Schmerzen in der unteren Lendenwirbelsäule. Im MRT ist nichts Auffälliges zu sehen, an der Hüfte auch nicht. Ihr Arzt verschreibt manuelle Therapie.
Wir untersuchen Sie dann vom Fuß bis zum Kopf. Häufig finden wir zum Beispiel eine Blockade in den Fußwurzelgelenken. Über verspannte Muskeln stört sie die Beweglichkeit des Wadenbeins. Diese Muskeln setzen am Sitzbeinhöcker an, und so kann das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk (ISG) mitbetroffen sein. Von dort überträgt sich das Problem über Bänder und Muskeln auf die untere Lendenwirbelsäule.
Die Stelle, die schmerzt, ist also nicht immer die Stelle, an der wir behandeln müssen.
Wann wir manuelle Therapie einsetzen
- Rücken- und Nackenschmerzen
- Bandscheibenvorfall und Bandscheibenvorwölbung
- Blockaden der Wirbelsäule, etwa „Hexenschuss“ oder „steifer Nacken“
- Blockaden der Rippengelenke
- Arthrose
- Starke Muskelverspannungen
- Kopfschmerzen und Migräne
- Kiefergelenk: Knacken, Knirschen, eingeschränkte Öffnung
- Schulter-Impingement
- Tennis- und Golferarm
- Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk
- Karpaltunnelsyndrom
- Eingeschränkte Beweglichkeit nach einer Operation
- Schmerzen am Bewegungsapparat ohne erkennbaren Grund
Nach der Behandlung
Wir empfehlen, nach einer Serie manueller Therapie eine Serie Krankengymnastik anzuschließen. Mit stabilisierenden Übungen halten Sie das Ergebnis. Ihren Übungsplan bekommen Sie in einer App, mit Videos und schriftlicher Anleitung.
